Erst 1, dann 2, dann 3…

…dann 4 und es geht wieder los…

Für mich, die Shopping so gern hat, wie eine Tracht Prügel am frühen Morgen und das ganz ohne Kaffee, klingt das schon fast wie eine Drohung.

Alle Jahre wieder pilgern sie wie die Lemminge in sämtliche Einkaufstempel ihres Vertrauens, legen ihre besten Manieren an den Tag, prügeln sich quasi um die letzte LEGO Eisenbahn für Junior, um die letzte „ich-bin-fast-ne-Kim-Kardashian-mit-einem-viertel-von-dem-Hinterteil“-Barbie für die kleine Prinzessin. Feiern ihre Errungenschaft nach einem 10er-wertungsverdänchtigem Köpper in die Socken-Schütte bei C&A, als hätten sie einen Nobelpreis gewonnen. Das 100ste Parfum für Mutti, Omi und die Tante wird auch noch eingetütet und das 60ste Duschgel für den Bruder ebenfalls. Woraufhin sie sämtliche Drogerien auf der Suche nach dem passenden Geschenkpapier durchforsten und anschließend plündern.

Für mache ist es schon fast eine olympische Sportart: Powershopping! Zuhause folgt dann das „Powereinpacking“ und das unterm Weihnachtsbaumumdiewettestapeln. Jenga für Erwachsene. Und wenn die Katze der Meinung ist, dass sie an den Geschenkbänder ziehen muss, bis alles umfällt, dann geht der Spaß von vorne los. Das ganze Schauspiel findet nur statt, um die Familie zu beeindrucken, die eh schon weiß, dass man nicht alle an der Klarinette hat. Das Gute dabei ist nur: die machen es genauso, also fällt man nicht weiter auf!

Dieses Jahr habe ich mir das Gerenne und das Einpacken gespart. Meiner Familie habe ich frech mitgeteilt, dass es dieses Jahr nur Geschenke für die Kids gibt. Da es genau 2 an der Zahl sind, ist das Einkaufen sehr übersichtlich. Sohnemann hat sein Geschenk bereits erhalten. Ging nicht anders. Es gab das Ding im Angebot und ich musste zugreifen. Das zuhause Verstecken habe ich mir dann auch geschenkt. Mit seinem Geschenkesuchradar hätte er es sowieso innerhalb einer Stunde gefunden. Auch das in Geschenkpapierwickeln fiel damit flach. Papier gespart, Geld gespart, Zeit gespart, Müll gespart und die Umwelt geschont, wenn auch nur ein klein wenig.

Ich habe diese Arien mit dem schnellen Abendessen futtern, nur um schnell die Geschenke aufzureißen, so satt. Ich habe dieses Überlegen, was man wem schenkt, so über. Allerdings weiß ich genau, dass sich gerade meine Eltern nicht dran halten werden. Meine Wenigkeit hat bereits neue Stiefel zu Weihnachten bekommen und für meinen Bruder haben die auch schon etwas gekauft. *kopfschüttel* Immer das Gleiche mit den Alten.😉 Unbelehrbar!

Auf das Abendessen an Heiligabend freue ich mich. Wenn wir dann meistens alle nett zusammen sitzen, Mutti und Tante in ihrem Schwips mit den Weingläsern lustige Muster auf der strahlendweißen Tischdecke malen (damit sparen wir uns auch das Bleigießen😉 ), mein Onkel und mein Dad in ihrem Dun anfangen schmutzige Witze zu erzählen, meinem Bruder vor Lachen die Cola aus der Nase läuft und aus der alte Technics-Anlage Beatles und Stones Klassiker, im Wechsel mit Weihnachtsliedern, im Hintergrund zu hören sind, dann ist für mich Weihnachten. Aber wehe es dringen Klänge von „Last Christmas“ an mein Ohr, dann ist der Spaß vorbei. Nein, quatsch! Dann gibt es für mich halt ein Portwein mehr und alles ist betäubt…😉

Bis dahin sind aber noch ein paar „Hürden“ zu überwinden. Weihnachtsmarkt Besuche, Weihnachtsfeier mit dem Büro (da freue ich mich nicht wirklich auf den nächsten Morgen🙂 ) und gegebenenfalls mit der Besten noch einmal auf Piste. Falls die Olle mal wieder Zeit hat!😉 *dezentmotz*

Werde versuchen, Euch über alles auf dem Laufenden zu halten. Leicht zensiert natürlich!😉 Sollte man sich bis dahin widererwarten nicht mehr lesen, wünsche ich Euch allen ein besinnliches Fest!

Aller guten Dinge sind 3…

…naja, in diesem Fall wohl eher 103! So viele Tage war ich nämlich untätig.

Selbstverordnete Abstinenz sozusagen. Und durchaus sehr benötigte Abstinenz.

Mit der Enthaltsamkeit ist es allerdings so eine Sache. Nicht jedem gefällt sie und nicht jeder kann damit umgehen. Einige verzweifeln an der Stille, die das Aufgeben einer Tätigkeit mit sich bringt. Sie ertappen sich immer wieder dabei, im gewohnten Rhythmus, genau diese Dinge zu beginnen, die sie eigentlich sein lassen wollten. Ein sehr gutes Beispiel hierfür ist das Rauchen. Der Griff zur Zigarette ist sehr einfach und so vertraut. Meistens gelingt es, den Zyklus zu unterbrechen, aber leider nicht immer. Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier.

Andere „verbieten“ sich den Sex. Ich habe, unschuldig wie ich da nun mal bin, einmal nachgefragt, weshalb Menschen so etwas überhaupt machen. Als erster Grund wurde mir genannt, dass man die dadurch „eingesparte“ Energie anders kanalisieren kann. Dadurch wahrscheinlich in anderen Bereichen seines Lebens produktiver sein soll. Öhm.. OK.. Zweiter Grund soll eine Art innere Rebellion gegen den äußeren Druck sei, der entsteht, wenn man in der heutigen Gesellschaft mithalten muss/will/soll sexuell potent, attraktiv und begehrt zu sein. Ein ad Acta legen der hormonbedingten Ausbrüche. Dritte wiederum nutzen diese Auszeit, zum Druckaufbau, um im richtigen Moment zu explorieren. Der Mensch ist eben ein komisches Tier.

Meine Abstinenz war eher geistiger Natur bestimmt. Ich hatte einfach nichts mehr im Kopf. Also nicht, dass ich sonst nicht besonders helle wäre oder so etwas. Aber kennt Ihr das: Ihr schlagt total motiviert Euren Laptop auf, drapiert alles nötige um Euch herum. Kaffee- oder Teekanne steht bereit, Kekse und Schokolade liegen auf dem Tisch neben Euch, Ihr habt gefühlt einhundert Kissen im Rücken, um es ja bequem zu haben und nach drei Stunden exzessives mit dem Po hin und her Rutschens, literweise Kaffee oder Tee Trinkens und Entfernens von circa zwanzig Kissen, ist das einzige, was Euer Bildschirm anzeigt, das muntere Blinken des Cursors in der aller ersten Zeile einer völlig blanken Seite.

An diesem Punkt angelangt, musste ich mir leider eingestehen, dass selbst die organisierteste operative Hektik, geistige Windstille nicht ersetzen kann. Da es in meinem Kopf zu dem Zeitpunkt durchgepfiffen hat, wie auf hoher See bei Sturmstärke minus zehn, war es wohl der richtige Moment, die Segel einzuziehen und im Trockendock anzulegen.😉

Nun bin ich aber wieder da! Die einen freut es, die anderen rollen mit den Augen.🙂

p.s.: Schreibfehler möge man mir nachsehen… muss es erst wieder lernen…😀

Wo komme ich her? Wer bin ich?! Wo gehe ich hin?

Da ist sie wieder! War ja etwas länger weg. Mit Absicht. Nicht weil ich keine Lust mehr hatte, zu schreiben, nein! Ich hatte schlicht und ergreifend keine Zeit. Und wenn ich dann doch mal Zeit hatte, reichte mein Energiehaushalt gerade mal aus, mir die Schule von den Füßen zu schleudern, bevor ich, schon während des Fallens fast in der R.E.M. Phase, mich auf mein Bett warf und dort liegen blieb. Leider selten durchgehend bis zum nächsten Morgen. Das Spielchen kennt man ja nun schon von mir.. ;) 

Wenn ich denn mal wirklich, wirklich die Muße hatte, nicht gerade an Arbeit, Kind, Kind und Schule, Hochzeiten, Candy Bars, Eltern, Konsulaten und emotional amputierten Männern dachte, ertappte ich mich dabei, wie ich mir über meine Herkunft Gedanken machte. Eigentlich auch nicht wirklich etwas Neues, allerdings nie so konkret, wie im Moment. 

Angefangen hat es eines morgens mit dem gewohnt erschreckenden Blick in den Spiegel. Als ich da so stand, sah ich ein Kopf, der eher an den eines Gremlins erinnerte, der nach Mitternacht gefüttert wurde. Naja, dachte ich mir, besser wird’s ab jetzt auch nicht mehr, Schätzchen…🙂 Ich fing an mich zu fragen, wem ich ähnlicher sehe. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass selbst Gesichtszüge nicht nur genetisch vorgegeben sind. Diese werden auch durch Abschauen geprägt und ebenso durch Erfahrungen verändert. 

Nun, eines ist klar: ich habe meines Vaters Intellekt. Seine Liebe zur Musik teile ich ebenfalls. Ein wenig seiner autodidaktischen Fähigkeiten habe ich mir auch geklaut (lese nie eine Gebrauchsanweisung, eine Aufbauanleitung, etc.). Learning by doing ist meine Devise! Dennoch sehe ich ihm nicht ähnlich. Von meiner Mutter habe ich allerdings auch nicht so viel. Sie ist irgendwie nicht mit der Zeit gegangen. Die eigene Evolution hat sie sträflich vernachlässigt. Ich suche immer wieder etwas Neues. Neue Bücher, neue Musiker, neue Impressionen. Ich bin größer als sie.  Naja, nicht wirklich ein Kunststück, wenn man grad einen halben Meter über Grasnarbe durch die Welt rennt. Sorry Mum! 😂 Ich habe auch sehr wenig bis gar keine ähnlichen Gesichtszüge. Mein Dad sagt, ich bin wie meine Oma (seine Mutter), was, wenn man es mal genau nimmt, kein Wunder ist. Sie hat mich ja auch zum Teil großgezogen und sehr geprägt. Ich habe sie immer bewunder, ob ihrer Stärke, ihrer praktischen, resoluten und ihrer sehr direkten, offenen Art. 

Im Grunde habe ich mit dem letzten Satz, genau mich beschrieben. Ich sehe aus wie meine Oma, obwohl sie auch eher ein laufender Meter war. Wie ich festgestellt habe, scheinen gewisse Merkmale eine Generation zu überspringen. Dieser Fakt lässt mich sehr neugierig auf noch früherer Generationen meiner Familie werden. Wo kommt meine Familie her? Wo kommt unser Name her? Wo gibt es noch welche von uns? Sind die so wie ich?! Waren meine Vorfahren Seefahrer? Wahrscheinlich, wenn man bedenkt, wo ich herkomme. Oder waren sie Gelehrte? Auch möglich, wenn man in Betracht zieht, dass die Familie fast nur aus Akademikern besteht. 

Wie dem auch sei: Meine Neugier ist geweckt, also werde ich meine Sherlock Mütze rauskramen, aufsetzen und auf die Suche nach all den Antworten gehen :) 

knocking on heaven’s door…


Das Leben geht manchmal merkwürdige Wege. Wir erleben viel, Tag für Tag. Vieles schöne, manches nicht so schöne. Wir begegnen Menschen, die uns beeinflussen, ob wir wollen oder nicht. Einige machen uns mit unseren eigenen Fehlern bekannt und wir ärgern uns darüber. Sagen sogar, dass wir diese Menschen nicht leiden können. Ohne meistens genau zu wissen warum, denn unsere Fehler sehen wir normalerweise nur sehr ungern, wenn überhaupt. Die meisten Menschen aber verändern uns auf positive Weise. Und genau diese vergessen wir nie. 

Mir ist letztes Wochenende schmerzhaft bewusst geworden, dass all meine kleinen Wehwehchen nicht einmal erwähnenswert sind. Es gibt größere Dinge, denen man sich widmen sollte. Widmen muss! Einige meiner wertvollsten Erinnerungen haben mit bestimmten Menschen zu tun. Wie das halt so ist mit dem menschlichen Gehirn. Es speichert Situationen ab und verknüpft sie mit Gerüchen, mit Farben, sehr oft mit Musik, mit Leuten und, im Glücksfall, manchmal mit allem zusammen. 

Letzten Samstag hat ein alter Freund diese Welt verlassen. Ein alter Klassenkamerad, der Schlagzeuger und Co.-Sänger meiner ersten Band. Einer kleinen Schulband, die eigentlich aus einem Scherz heraus entstand. Erinnerungen an den aller ersten Song, den wir gespielt haben, kommen hoch. Knocking on heaven’s door. Die Erinnerung daran wie es im Probenraum roch, dass die hellblaue Farbe der Wände langsam vergilbte. Ganz besonders erinnere ich mich daran, wie schräg und schief wir geklungen haben bei den ersten, zweiten und auch bei den zehnten Versuchen. Was für Blödsinn wir im Unterricht machten. Wie wir alle lachten. 

Ich erinnere mich auch an unsere letzte Begegnung beim Geburtstag meiner Cousine, wo ich auch seine Frau kennenlernte und sofort mochte. Das ist über 5 Jahre her. Wenn nicht noch mehr. Ich hatte mich mehr um diese Freundschaft bemühen müssen, mehr Kontakt halten. Das bereue ich. Sehr. Das war mein Fehler. Hätte ich das getan, hätte ich gewusst, dass er mittlerweile 4 Kinder hatte. Hätte gewusst, was er alles beim Bund geleistet hat. Hätte erfahren, dass er an Krebs erkrankt war. 

Hätte… Hätte… Hätte… Nun ist er nicht mehr da. Hinterlässt Frau und Kinder. Kameraden. Freunde. Kollegen. Und viele Erinnerungen. Sehr viele!

Wir sehen uns wieder. Werde dich nie vergessen… RIP J.-M. T.

What if?!

Embracing the new

Remembering the old

What if the new is the old?
What if it is the right thing?
What if it’s always been?
What if I have made the wrong dissuasion back then?
What if I chose the wrong guy? 

What if he loves me like no one else did?
What if he is the love of my life?
What if he always been?
What if he is my future?
What if he will treat me like the others?
What if he hurts me?

I’ll never know, if I don’t dare to take the chance now.
I’m sick of this „what if“.
I’ll take the chance.
I’ll take the next step.
I dare.
I hope.
I will…
be happy! 

Tücken der Technik..

Da sag mal einer noch mal „Frauen und die Technik“… 

Mittlerweile habe ich seit einer Woche kein Festnetz und kein Internet zuhause. Nachdem ich die Hotline meines Providers mehrmals genötigt habe, musste ich feststellen, dass weder der Techniker am Telefon, noch der Telekom Techniker, der ins Haus kam, in der Lage waren, das Problem zu beheben. 

Nachdem der gute Telekom Mann eine Dreiviertelstunde draußen auf der Straße den Hauptverteilerkasten angefaucht hat (Männer in freier Wildbahn), kam er mit schlechten Nachrichten wieder. 

Er sagte, das Problem läge am Hauptverteilerkasten, ich sei nicht die einzige mit dem Problem (als würde mich das freudiger stimmen) und er selbst, hätte nicht die Zeit und auch nicht die Befugnis, dort dem Elend ein Ende zu setzen. Was zum Teufel willst du dann hier?! Habe ich nur gedacht. Zeit rauben, Urlaubstag klauen, Nerven kosten waren meine Antworten! 

Fazit des ganzen: es muss ein anderer Kabel-und-Stecker-Schraubenzieher-Schraubenverdreher-Mensch der Weltfirma Telekom angeritten kommen, um mich, die holden Prinzessin, aus der Einsamkeit meines hohen Turmes zu befreien und mir die Tore der bunten, weiten Internetwelt zu öffnen. Und ziemlich wahrscheinlich einen neuen Urlaubstag klauen. 

Ein Hoch auf die Männer der Techniker Zunft und ihr technisches Verständnis! Yaaay! Denn soweit war ich mit meinen Erkenntnissen auch schon! 

Daumen drücken, dass ich nicht noch eine Woche ohne Kontakt zur Außenwelt hier sitze. 

Frühlingsverwirrungen

Vergangenes kommt zurück
holt sie ein wie eine Welle
dreht ihren Verstand um wie ein Negativ
hinterlässt sie halb verrückt
stoppt ihr Herz auf der stelle
und lässt es wieder rennen ganz massiv

verrückte Zeiten brechen an
verwirren sie wie ein kleines Kind
wohin soll sie dieser Weg nur führen
Zeiten sind wirr dann und wann
niemand weiß, was sie eigentlich sind
ob sie sich jemals werden berühren

doch sie lässt es auf sich zukommen
fördert es vielleicht auch noch
wagt es aber nicht auf mehr zu hoffen
träumt nur von allen Wonnen,
die vielleicht auf sie warten können
freut sich auf ein nächstes Treffen

möge es sie glücklich machen
für länger als etwas anderes bisher
denn sie hat etwas besonderes verdient
möge es über ihr Herz wachen
sich gut anfühlen, geborgen und sicher
angekommen und über alles geliebt