Wo komme ich her? Wer bin ich?! Wo gehe ich hin?

Da ist sie wieder! War ja etwas länger weg. Mit Absicht. Nicht weil ich keine Lust mehr hatte, zu schreiben, nein! Ich hatte schlicht und ergreifend keine Zeit. Und wenn ich dann doch mal Zeit hatte, reichte mein Energiehaushalt gerade mal aus, mir die Schule von den Füßen zu schleudern, bevor ich, schon während des Fallens fast in der R.E.M. Phase, mich auf mein Bett warf und dort liegen blieb. Leider selten durchgehend bis zum nächsten Morgen. Das Spielchen kennt man ja nun schon von mir.. ;) 

Wenn ich denn mal wirklich, wirklich die Muße hatte, nicht gerade an Arbeit, Kind, Kind und Schule, Hochzeiten, Candy Bars, Eltern, Konsulaten und emotional amputierten Männern dachte, ertappte ich mich dabei, wie ich mir über meine Herkunft Gedanken machte. Eigentlich auch nicht wirklich etwas Neues, allerdings nie so konkret, wie im Moment. 

Angefangen hat es eines morgens mit dem gewohnt erschreckenden Blick in den Spiegel. Als ich da so stand, sah ich ein Kopf, der eher an den eines Gremlins erinnerte, der nach Mitternacht gefüttert wurde. Naja, dachte ich mir, besser wird’s ab jetzt auch nicht mehr, Schätzchen…🙂 Ich fing an mich zu fragen, wem ich ähnlicher sehe. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass selbst Gesichtszüge nicht nur genetisch vorgegeben sind. Diese werden auch durch Abschauen geprägt und ebenso durch Erfahrungen verändert. 

Nun, eines ist klar: ich habe meines Vaters Intellekt. Seine Liebe zur Musik teile ich ebenfalls. Ein wenig seiner autodidaktischen Fähigkeiten habe ich mir auch geklaut (lese nie eine Gebrauchsanweisung, eine Aufbauanleitung, etc.). Learning by doing ist meine Devise! Dennoch sehe ich ihm nicht ähnlich. Von meiner Mutter habe ich allerdings auch nicht so viel. Sie ist irgendwie nicht mit der Zeit gegangen. Die eigene Evolution hat sie sträflich vernachlässigt. Ich suche immer wieder etwas Neues. Neue Bücher, neue Musiker, neue Impressionen. Ich bin größer als sie.  Naja, nicht wirklich ein Kunststück, wenn man grad einen halben Meter über Grasnarbe durch die Welt rennt. Sorry Mum! 😂 Ich habe auch sehr wenig bis gar keine ähnlichen Gesichtszüge. Mein Dad sagt, ich bin wie meine Oma (seine Mutter), was, wenn man es mal genau nimmt, kein Wunder ist. Sie hat mich ja auch zum Teil großgezogen und sehr geprägt. Ich habe sie immer bewunder, ob ihrer Stärke, ihrer praktischen, resoluten und ihrer sehr direkten, offenen Art. 

Im Grunde habe ich mit dem letzten Satz, genau mich beschrieben. Ich sehe aus wie meine Oma, obwohl sie auch eher ein laufender Meter war. Wie ich festgestellt habe, scheinen gewisse Merkmale eine Generation zu überspringen. Dieser Fakt lässt mich sehr neugierig auf noch früherer Generationen meiner Familie werden. Wo kommt meine Familie her? Wo kommt unser Name her? Wo gibt es noch welche von uns? Sind die so wie ich?! Waren meine Vorfahren Seefahrer? Wahrscheinlich, wenn man bedenkt, wo ich herkomme. Oder waren sie Gelehrte? Auch möglich, wenn man in Betracht zieht, dass die Familie fast nur aus Akademikern besteht. 

Wie dem auch sei: Meine Neugier ist geweckt, also werde ich meine Sherlock Mütze rauskramen, aufsetzen und auf die Suche nach all den Antworten gehen :) 

knocking on heaven’s door…


Das Leben geht manchmal merkwürdige Wege. Wir erleben viel, Tag für Tag. Vieles schöne, manches nicht so schöne. Wir begegnen Menschen, die uns beeinflussen, ob wir wollen oder nicht. Einige machen uns mit unseren eigenen Fehlern bekannt und wir ärgern uns darüber. Sagen sogar, dass wir diese Menschen nicht leiden können. Ohne meistens genau zu wissen warum, denn unsere Fehler sehen wir normalerweise nur sehr ungern, wenn überhaupt. Die meisten Menschen aber verändern uns auf positive Weise. Und genau diese vergessen wir nie. 

Mir ist letztes Wochenende schmerzhaft bewusst geworden, dass all meine kleinen Wehwehchen nicht einmal erwähnenswert sind. Es gibt größere Dinge, denen man sich widmen sollte. Widmen muss! Einige meiner wertvollsten Erinnerungen haben mit bestimmten Menschen zu tun. Wie das halt so ist mit dem menschlichen Gehirn. Es speichert Situationen ab und verknüpft sie mit Gerüchen, mit Farben, sehr oft mit Musik, mit Leuten und, im Glücksfall, manchmal mit allem zusammen. 

Letzten Samstag hat ein alter Freund diese Welt verlassen. Ein alter Klassenkamerad, der Schlagzeuger und Co.-Sänger meiner ersten Band. Einer kleinen Schulband, die eigentlich aus einem Scherz heraus entstand. Erinnerungen an den aller ersten Song, den wir gespielt haben, kommen hoch. Knocking on heaven’s door. Die Erinnerung daran wie es im Probenraum roch, dass die hellblaue Farbe der Wände langsam vergilbte. Ganz besonders erinnere ich mich daran, wie schräg und schief wir geklungen haben bei den ersten, zweiten und auch bei den zehnten Versuchen. Was für Blödsinn wir im Unterricht machten. Wie wir alle lachten. 

Ich erinnere mich auch an unsere letzte Begegnung beim Geburtstag meiner Cousine, wo ich auch seine Frau kennenlernte und sofort mochte. Das ist über 5 Jahre her. Wenn nicht noch mehr. Ich hatte mich mehr um diese Freundschaft bemühen müssen, mehr Kontakt halten. Das bereue ich. Sehr. Das war mein Fehler. Hätte ich das getan, hätte ich gewusst, dass er mittlerweile 4 Kinder hatte. Hätte gewusst, was er alles beim Bund geleistet hat. Hätte erfahren, dass er an Krebs erkrankt war. 

Hätte… Hätte… Hätte… Nun ist er nicht mehr da. Hinterlässt Frau und Kinder. Kameraden. Freunde. Kollegen. Und viele Erinnerungen. Sehr viele!

Wir sehen uns wieder. Werde dich nie vergessen… RIP J.-M. T.

What if?!

Embracing the new

Remembering the old

What if the new is the old?
What if it is the right thing?
What if it’s always been?
What if I have made the wrong dissuasion back then?
What if I chose the wrong guy? 

What if he loves me like no one else did?
What if he is the love of my life?
What if he always been?
What if he is my future?
What if he will treat me like the others?
What if he hurts me?

I’ll never know, if I don’t dare to take the chance now.
I’m sick of this „what if“.
I’ll take the chance.
I’ll take the next step.
I dare.
I hope.
I will…
be happy! 

Tücken der Technik..

Da sag mal einer noch mal „Frauen und die Technik“… 

Mittlerweile habe ich seit einer Woche kein Festnetz und kein Internet zuhause. Nachdem ich die Hotline meines Providers mehrmals genötigt habe, musste ich feststellen, dass weder der Techniker am Telefon, noch der Telekom Techniker, der ins Haus kam, in der Lage waren, das Problem zu beheben. 

Nachdem der gute Telekom Mann eine Dreiviertelstunde draußen auf der Straße den Hauptverteilerkasten angefaucht hat (Männer in freier Wildbahn), kam er mit schlechten Nachrichten wieder. 

Er sagte, das Problem läge am Hauptverteilerkasten, ich sei nicht die einzige mit dem Problem (als würde mich das freudiger stimmen) und er selbst, hätte nicht die Zeit und auch nicht die Befugnis, dort dem Elend ein Ende zu setzen. Was zum Teufel willst du dann hier?! Habe ich nur gedacht. Zeit rauben, Urlaubstag klauen, Nerven kosten waren meine Antworten! 

Fazit des ganzen: es muss ein anderer Kabel-und-Stecker-Schraubenzieher-Schraubenverdreher-Mensch der Weltfirma Telekom angeritten kommen, um mich, die holden Prinzessin, aus der Einsamkeit meines hohen Turmes zu befreien und mir die Tore der bunten, weiten Internetwelt zu öffnen. Und ziemlich wahrscheinlich einen neuen Urlaubstag klauen. 

Ein Hoch auf die Männer der Techniker Zunft und ihr technisches Verständnis! Yaaay! Denn soweit war ich mit meinen Erkenntnissen auch schon! 

Daumen drücken, dass ich nicht noch eine Woche ohne Kontakt zur Außenwelt hier sitze. 

Frühlingsverwirrungen

Vergangenes kommt zurück
holt sie ein wie eine Welle
dreht ihren Verstand um wie ein Negativ
hinterlässt sie halb verrückt
stoppt ihr Herz auf der stelle
und lässt es wieder rennen ganz massiv

verrückte Zeiten brechen an
verwirren sie wie ein kleines Kind
wohin soll sie dieser Weg nur führen
Zeiten sind wirr dann und wann
niemand weiß, was sie eigentlich sind
ob sie sich jemals werden berühren

doch sie lässt es auf sich zukommen
fördert es vielleicht auch noch
wagt es aber nicht auf mehr zu hoffen
träumt nur von allen Wonnen,
die vielleicht auf sie warten können
freut sich auf ein nächstes Treffen

möge es sie glücklich machen
für länger als etwas anderes bisher
denn sie hat etwas besonderes verdient
möge es über ihr Herz wachen
sich gut anfühlen, geborgen und sicher
angekommen und über alles geliebt

Mamatag oder das große Fressen…

Jährlich grüßt das Murmelt… äh der Muttertiertag.. Naja, bei mir wohl eher täglich. Wir telefonieren nämlich wirklich sooft. Etwas, das früher undenkbar gewesen wäre. Nennen wir es einfach: Auf Grund sphärischer Interferenzen! Oder einfach gesagt: Pubertät und Elternschaft kollidieren manchmal apokalyptisch.

Das kleine, unschuldig dreinschauende Mädchen auf dem Bild bin übrigens ich bei einem Muttertagsausflug vor etlichen Schaltjahren. Da war mein Bruder noch flüssig und die Welt noch in Ordnung.🙂 Er weiß, wie er es zu nehmen hat, also darf ich das sagen. Seit dem gibt es jedes Jahr ein großes Familienessen. Naja, das gibt es zwar immer und zu jedem Anlass, aber an dem Tag sind alle besonders freundlich und blumig unterwegs. Die Floristikindustrie freut sich dabei ein Keks ab.

Mutti fängt eine Woche vorher schon mit der Planung des Events an, wobei ich da immer mit planen muss, da Mama die Hälfte gern mal vergisst… Dieses Jahr waren vier Muttertiere anwesend, aufgeteilt in zwei Generationen. Meine Mutter, meine Tante, meine Cousine als Neu-Mama und meine Wenigkeit. Insgesamt waren wir zehn Leutchen, die mehr oder weniger ausgehungert um den Grill scharwenzelten. Unendlich viel Fleisch wurde der Glut zugeführt (sorry liebe Veganer-Freunde), Erdäpfel mit Zwiebeln und ordentlich Knoblauch dem Ofen dargereicht, Salate mit und für mich ohne Tomaten gezaubert, selbstgemachten Krautsalat serviert. Mit selbst kredenzten Tzaziki und den üblichen Saucen verfeinert präsentiert. Und das war nur der erste Gang.

Nachdem dann einige Flaschen Bier und Wein vertilgt, mehreren Versuchen unternommen wurden, vor lauter Völlegefühl nicht das atmen zu vergessen, kam dann der Nachtisch. Und, wie sollte es da auch anders sein, auch hier war die Auswahl mehr als üppig. Einen Flan-Pudding, Obstsalat mit Schuss, gezuckerte Erdbeeren, Kaffee zur Verdauung und für mich ein Kippchen. Das alles war gefühlte dreißig Sekunden nach dem Hauptgang auf dem Tisch bzw. im Magen. Uff… Die ersten Hosenknöpfe wurden zum Schutze der umgebenden Gäste geöffnet, es wurde sich genüsslich zurückgelehnt und den Brauch gekrault.

Da Südländer generell immer für ein ganzes Regiment kochen und auftischen, wundert es wohl keinen, wenn ich sage, dass direkt im Anschluss Kaffee und Kuchen zum Verzehr bereit standen. Ich habe einen Erdbeerkuchen gemacht (sorry, aber Foto war nicht mehr möglich, da sich die Meute drauf stürzte, als hätten sie drei Tage nichts zu essen bekommen) und meine Mama einen Käsekuchen. Unter heftigem Schnaufen wurde dann da noch mal Kuchen hineingestopft bis Oberkante Unterlippe. Ich finde solche Marathon-Fressorgien anstrengender als Zirkeltraining. Was blieb einem nach so einem Mahl übrig? Na klar! Bei so einem wundervollen Wetter hat man sich mehr oder minder galant vom Tisch erhoben, ins Freie gerollt und auf die nächstbeste Liege fallen lassen und versucht meine Käsestelzen irgendwie braun zu bekommen. Allerdings glaube ich, dass meine Pigmente die Koffer gepackt haben und ausgewandert sind. Bin immer noch fast durchsichtig.😀

Aber, trotz der ganzen Schnaps und der daraus resultierenden Kopfschmerzen am nächsten Tag (quasi heute… bei der Arbeit) machen diese Treffen immer sehr viel Spaß. Dafür bin ich meiner Familie immer wieder sehr dankbar und freue mich auf die nächsten Male, die immer mit der Aussage beginnen: Nie wieder Alkohol und nie wieder so viel essen, was allerdings nie eintrifft, aus dem einfachen Grund, weil es immer soooo lecker ist. UND vor allem ist es immer sehr lustig. Hoffentlich haben wir noch viel mehr davon.

Danke Mama! Danke Papa! Danke verrückte Familie!🙂

 

Kekse, Chips, Schoki und ich…

Wie Ihr wohl mittlerweile wisst, steht bald eine Hochzeit an. Normale Menschen versuchen sich vor gewissen Ereignissen, und dazu gehört eine Hochzeit definitiv, in Form zu bringen und soweit aufzupolieren, bis sie, in den eigenen Augen, für den Rest der Meute vorzeigbar sind.

Ich habe mir einen solchen Plan ebenfalls zurecht gelegt. Mit Kochplan, low carb natürlich, Rezeptsammlung mit dazugehöriger Einkaufsliste, Trainingsplan inklusive Kauf von kleineren Fitnessutensilien. Mit an Wahnsinn grenzender Begeisterung und Motivation. Aber ich bin nicht normal!😉

Es kam, wie ich es mir eigentlich schon denken konnte. Murphy’s Gesetz trat hier wieder einmal in Kraft, und zwar mit solcher Wucht, dass ich fast ein Schleudertrauma bekam. Was soll ich sagen: Ich hatte mal wieder viel Zeit zum nachdenken. Leider auch über gewissen Menschen, von denen ich eigentlich dachte, sie wären zauberhafte, soziale und liebevolle Gesellen. Sind sie zu einem gewissen Punkt auch, allerdings auch sehr opportunistisch veranlagt. Das ist mir leider sehr spät aufgefallen.

Erkenntnisse solcher Art haben mich traurig gestimmt und nur noch nachdenklicher gemacht, emotional sensibler. Was ich beim nachdenken gerne mal mache: Ich nasche! Kekse! Schoki, obwohl ich echt kein Schoki-Typ bin! Und Chips, aber nur Salt & Vinegar! Andere esse ich nicht..

Als mir das dann mal bewusst wurde, merkte ich, wie mein inneres Einhorn,(Ich besitze kein Schweinehund, denn ich bin ein zauberhaftes Wesen: Eine Pummelfee! Pummelfeen haben Einhörner!;))  sich heftigst an die Keksdose klammerte und nicht bereit war loszulassen.

Verständlich, wenn man bedenkt, dass diese Keksdose quasi meine emotionale Sicherung ist. Und so sitze ich abends im Bett, denke, nasche und versuche das Gute an der Situation zu sehen: Rundungen = Holz vor de Hütten = schickes Dekolleté im Abendkleid!

Fazit: Alles richtig gemacht!🙂